Preisgestaltung – Vorschläge und Ideen

Inzwischen ist die Entwicklung des Coworkingspace-Projektes weiter gediehen. In den nächsten Tagen werde ich einen weiteren Beitrag veröffentlichen, welche die Umsetzung in den nächsten Wochen beschreibt.

Heute möchte ich zunächst – um etwas Aktualität herzustellen und Feedback zu erhalten – die Idee für die Preisgestaltung vorstellen. Um es gleich zu sagen: das ist nichts revolutionäres, sondern eigentlich nur weitgehend von anderen, existierenden Spaces abgeschaut.

Die Mietpreise sähen so aus:

  • 1 Tag: 10 Euro
  • 1 Woche: 45 Euro
  • 12 Tage im Monat: 95 Euro
  • Kompletter Monat: 125 Euro

Darin enthalten sind dann die folgenden Dinge: Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Sessel, Strom, Lampe und Netzwerkanschluss. Die 12-Tage im Monat-Option begegnet einem recht häufig. Offenbar entspricht sie einem gewissen Bedürfnis, den halbe Monat im Raum und die andere Hälfte woanders zu arbeiten.

Folgende Dinge könnte man hinzubuchen:

  • Konfiraum: 6 Euro / Stunde
  • Schlüssel fürs Büro: 25 Euro / Monat
  • abschliessbarer Rollcontainer: 20 Euro / Monat
  • Briefkasteneintrag: 15 Euro

Das sind alles so Standardoptionen, welche einem in vielen Spaces auch begegnen. Die Buchung von Schlüssel oder Briefkasten macht natürlich nur bei längerer Miete Sinn. Ich habe versucht, das Ganze schlicht und einfach zu halten und einen Kompromiss zwischen Komfort, Sinnhaftigkeit und preisgünstig zu finden. So ist es zwar in manchen Spaces in anderen Städten grundsätzlich günstiger, aber dafür ist auch die Atmosphäre und Einrichtung spartanischer, um nicht zu “niedriger” sagen zu müssen. Ich kann mir auch vorstellen, dass man Pakete mit Arbeitsplatz, Schlüssel und Briefkasten/Klingelschild macht, aber das sind natürlich Details, die besprochen werden können. Mich interessiert nun eure generelle Ansicht dazu, also frei heraus.

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6 Responses to Preisgestaltung – Vorschläge und Ideen

  1. Marcus says:

    Ich habe bisher noch nie in einem Coworking-Space gearbeitet, bin ja auch noch Student und nicht selbstständig, aber auf den “ersten Blick” hörten sich die Preise recht hoch an. Für Leute die gelegentlich mal in den Space gehen, sind 10€ vielleicht schon zu viel…

    Wenn die Einrichtung stimmt und die Atmosphäre fürs Arbeiten gut ist, dann sind 10€ mit Sicherheit eine gute und gern getätigte Investition, aber das muss sich dann ergeben.

  2. Chris says:

    Hallo Chris,

    habe ja schon lang nix mehr von mir hören lassen – leider. Wollte mich aber auf die Preisvorschläge mal melden. Finde die vorgestellten Tages-/Monatspreise gut und ich freue mich schon auf den fertigen Coworking-Space.

    Was ich mir noch vorstellen könnte, wäre eine Abrechnung nach Stunden pro Monat. Ich nutze also den Space im Monat so lang/oft wie ich ihn brauche (also auch mal erst ab Nachmittags 15Uhr und am nächsten Tag nur vormittags bis 12Uhr), dabei werden über ein System meine Stunden gezählt und am Ende des Monats bekomm ich dann eine Rechnung…
    Das wäre für mich zum Beispiel ein ideales Preismodell, denn als Student muss ich z.B. Nachmittags in die Uni, möchte aber am Vormittag noch arbeiten und das nicht im Home-Office. Nur für den Vormittag einen ganzen Tag zu berechnen wäre für nicht von Vorteil und würde dazu führen, dass ich den Space wohl ehr weniger nutzen kann.

    Grüße,
    Chris

  3. Chris says:

    Hi Marcus,
    ich möchte es so formulieren: wenn 10 Euro für einen Tag Nutzung einer eingerichteten Arbeitsumgebung, in der man professionell seinem Geschäft nachgehen will, ein zu hoher Preis sind, dann stellt sich meines Erachtens eher die Frage, ob sie das entsprechende Geschäft tatsächlich lohnt. Ich meine das ganz ernst. Ein Coworkingspace ist ja seiner Natur nach darauf ausgelegt, dass Du dort arbeiten kannst um damit Einkommen zu erzielen, ohne Dir gleich ein Büro zulegen zu müssen. Das wäre erheblich teurer, sowohl in Geld wie auch in Zeit. Im Coworkingspace setzt Du Dich einfach ins gemachte Nest, fertig. Bei einer vermuteten Nutzung von zwischen 5 und 15 Tagen im Monat zahlt man zwischen 45 und rund 100 Euro. Ich finde, dass das ziemlich wenig ist, wenn man es professionell betrachtet. Und unser Ziel ist natürlich eine angenehme und einladende Atmosphäre, in der man gerne arbeitet und sich nicht hinquälen muss.

    @Chris: eine Abrechnung nach Stunden ist eine gute Idee. Sie wird sich jedoch hier vermutlich nicht rentieren, da ein entsprechendes Zeiterfassungssystem ganz schön was kostet. Wenn man einen Space hat, der immer offen sein wird und – ich sach mal – mehr als 20 Plätze bietet und auch reichlich Nutzer hat, sieht das schon ganz anders aus. Natürlich könnten wir die Preisgestaltung noch zusätzlich auf – meinetwegen – Vor- und Nachmittagstickets (= halber Tag) zum Preis von vielleicht 6 Euro erweitern. Die Frage ist jedoch, ob Du Dir wirklich den Stress machen willst, wegen 4 Euro dann stechuhrartig aufzustehen und zu gehen oder genauso stechuhrartig zu kommen.
    Ich sehe jedoch auch keinen Grund, sich nicht um individuelle Lösungen für bestimmte Anforderungen seitens der Coworkingspace-User zu bemühen. Ich denke, das wird die Erfahrung zeigen.

  4. Gregor says:

    Ich find die Preise auch in Ordnung. Der Unterschied zwischen 12-Tage-Karte und Monatskarte ist auch recht niedrig, eine sinnvolle Ermutigung, den Space öfter zu nutzen. Das darin enthaltene Angebot finde ich auch angemessen. Freue mich auch darauf, den Coworking Space zu testen..

  5. David says:

    Ich finde die Preise auch gut.

    Mit den stundenpreisen: Finde ich auch sinnvoll. Man muss es ja nicht super kompliziert machen. Die Leute die das nutzen wollen tragen sich in ne Liste ein mit Anfangs- und Endzeit und dann zahlen sie 2 Euro pro Stunde (z.B.)

    Wann startet der space denn endlich? ;D
    Ich bin Ende Oktober für ein Paar Tage in Magdeburg, da möchte ich dann das fertige “Produkt” begutachten können ;D

  6. Judith says:

    Ich denke die Preise sind okay, klar. Ich bin zwar nicht mehr im Land und werde den Space daher nicht nutzen, aber ich denke das kann so funktionieren.

    @Chris – seiner Idee nach ist ein Coworking Space nicht zwingend mit zu erzielendem Einkommen verbunden, da gibt es unterschiedliche Modelle. In erster Linie geht es ums Coworking selbst, die Professionalität (und auch das Einkommen) kommt da manchmal tatsächlich erst später und mit den steigenden Anforderungen, die ein erfolgreiches Projekt mit sich bringt. Ein Coworking-Space kann manchmal auch eine vielleicht auf den ersten Blick etwas schrabbelige Brutstätte für Ideen sein, die sich erstmal gerade so über Wasser hält, was bei entsprechender Besetzung ganz schnell in ernsthaftes bezahltes Business umschlagen kann. Ihr fahrt jetzt eine etwas solidere Schiene, was angesichts der Gründungssituation total legitim is, klar. Dennoch gebe ich zu bedenken, dass niemand professionell (und schon gar nicht rentabel) auf die Welt gekommen ist und gerade Magdeburg einen Ort vertragen könnte, wo sich Ideenhaber bei erfahrenen Geschäftsleuten ein paar Kniffe abschauen können, bei nem Pausenkaffee ein paar brauchbare Ratschläge bekommen und vielleicht auch ein Netzwerk entsteht. – Vielleicht bleiben dann auch mal ein paar Studenten nach dem Abschluss in der Stadt und verschwinden nicht gleich in rentablere Regionen? Ich würde soviel Offenheit absolut empfehlen.

    Ansonsten wünsche ich Euch einen guten Start!
    ju.

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